Einvernehmliche Scheidung


Scheidungsanwalt Max Postulka in Köln

Ist Ihre Ehe gescheitert und wünschen Sie und Ihr Ehepartner die Scheidung, kann das Scheidungsverfahren schnell, einvernehmlich und unkompliziert ablaufen. Eine einvernehmliche Scheidung schont Ihre Nerven, spart Zeit und schont Ihr Portemonnaie! Doch welche Voraussetzungen gelten im Falle einer einvernehmlichen Scheidung?

Einvernehmliche Scheidung

Bei einer einvernehmlichen Scheidung sollten die scheidungswilligen Ehepartner folgende Punkte im Voraus geklärt haben: Umgangsrecht, Unterhalt, Übernahme der Ehewohnung. Auch im Falle einer einvernehmlichen Scheidung müssen die Ehegatten das Trennungsjahr von einem Jahr eingehalten haben. Hierfür muss entweder der eine Ehepartner aus der gemeinsamen ehelichen Unterkunft ausgezogen sein oder innerhalb der gemeinsamen Unterkunft in einem getrennten Bereich leben und wirtschaften. Nach § 1567 Abs. 1 BGB gilt, dass kein gemeinsames Leben stattfindet und keine Gemeinsamkeiten in den einzelnen Lebensbereichen mehr gegeben sind. Falls Versöhnungsversuche stattfinden, die dazu führen, dass Eheleute kurzeitig (bis zu drei Monaten) wieder zusammenleben, wird dadurch die Trennungszeit laut § 1567 Abs. 2 BGB nicht unterbrochen.

Weiterhin sollten diese Punkte vor der einvernehmlichen Scheidung geregelt sein:


  • Umgangsrecht für gemeinsame Kinder

  • Der Kindesunterhalt

  • Der Trennungs- und Nachehelichenunterhalt

  • Übernahme der Ehewohnung durch einen Ehepartner, falls das nicht bereits im Trennungsjahr erfolgt ist

  • Hausratsaufteilung, falls dies nicht im Trennungsjahr geschehen ist

Seit dem 1.9. 2009 (Familienrechtsreform) reicht dem Gericht eine Erklärung im Scheidungsantrag aus, dass die oben genannten Punkte vorab geregelt sind. Diese müssen entsprechend vom Gericht nicht nachgeprüft werden.

Das Verfahren bei einer einvernehmlichen Scheidung beschränkt sich auf die Frage, ob Sie beide geschieden werden möchten und bei einer Ehedauer von mehr als drei Jahren auf die Durchführung des Versorgungsausgleichs.
Genau wie bei der Eheschließung ist es bei einer einvernehmlichen Scheidung nur notwendig, die Frage ob Sie geschieden werden möchten mit „ja“ zu beantworten. Niemand muss begründen, warum die Ehe gescheitert ist oder warum er geschieden werden möchte.

Bei einer Ehedauer von mehr als 3 Jahren wird auch bei einer einvernehmlichen Scheidung der Versorgungsausgleich durchgeführt. Der Versorgungsausgleich beinhaltet die Teilung der Rentenanwartschaften, die beide Ehegatten während der Ehe, also von der Eheschließung bis zur Zustellung des Scheidungsantrags gesammelt haben. Die Berechnung wird von der Deutschen Rentenversicherung durchgeführt. Auch betriebliche Rentenanwartschaften werden mit dem Versorgungsausgleich aufgeteilt. Eine Auszahlung ist nicht möglich.
Weitere Regelungen werden bei einer einvernehmlichen Scheidung nicht getroffen. Insbesondere bleibt es bei gemeinsamen Kindern bei dem gemeinsamen Sorgerecht.


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